An einer Gemeinschaft Anteil haben

Die letzten beiden Jahre haben uns an Leib und Seele vor Augen geführt, wie wichtig es für uns ist, in einer Gemeinschaft, in Communio, mit unseren Mitmenschen zu leben.

Bild: Anna S. Augustin In: Pfarrbriefservice.de

Wir brauchen Menschen, die uns nahe sind, die uns stützen und denen wir Stütze sein dürfen.

Leben braucht Gemeinschaft, das wusste Jesus. Dazu braucht es keine große Gemeinde. Es reicht, wenn zwei Menschen zusammenkommen und sich gegenseitig unterstützen, feiern, miteinander essen und trinken, füreinander da sind. Jesus ist dann bei ihnen. (Mt.18.20) Die meisten Menschen erfahren die erste Kommunion, die erste Gemeinschaft in ihrer Familie, in der Gemeinschaft mit der Mutter, mit dem Vater, in der Familie.

Die Erstkommunion in der Kirche weitet unseren Blick über die Familie hinaus. Wir werden „Vollmitglieder“ der Gottesdienstgemeinde. Dabei sitzen wir nicht nur am Tisch und nehmen das Mahl mit den anderen ein. Schon als Kinder waren und sind wir Teil der Menschen, die eine Gemeinschaft ausmachen und damit auch Stütze für jeden in der Gemeinschaft. Wie Jesus den Aposteln diente, wird seine Botschaft der Menschenfreundlichkeit dort lebendig, wo Menschen sich um ihre Mitmenschen bemühen, wir alle, auch die Kinder, mit der uns eigenen Kraft, Stärke und Schwäche.

Erstkommunion, eingewoben sein in ein Netz der Gemeinschaft von Menschen, die sich und andere Mitmenschen auffangen und stützen, wenn es schwer wird im Leben.

Erstkommunion ist Anstoß, Jesus in unserem Leben und in unseren Begegnungen mit unseren Mitmenschen lebendig werden zu lassen. Von daher ist jeder Moment nach diesem Festtag im Leben der Kinder wie auch bisher schon in unserem Leben, ein Erstkommuniontag, wenn es uns gelingt, Jesus in unserem Leben und in der Beziehung zwischen uns und unseren Mitmenschen aufscheinen zu lassen.

Thomas Weber
Dekanatsreferent

Erstkommunion 2022